![]() Fünf Minuten Wartezeit vor dem Fest 1670 Teilnehmer beim Langsurer Bit-Cup-Finale Drajzajtlovac und Chemweno laufen Streckenrekord Von TV Mitarbeiter HOLGER TEUSCH LANGSUR. Mit 1670 Läufern im Ziel und zwei Streckenrekorden durch Drajzajtlovac und Wilson Kipkoskei Chemweno freuten sich die Deulux-Lauf-Organisatoren über drei Rekorde. "Ihr macht aus einer Laufveranstaltung ein Fest", traf Waldemar Hartmann bei seiner Ehrung als schnellster M75-Läufer den Nagel auf den Kopf. Der Langsurer Deulux-Lauf war am Samstag mehr noch als in den vergangenen Jahren ein einziges großes Fest zum Abschluss der Straßenlaufsaison. 1670 Teilnehmer feierten sich und die Volkslaufidee. 1379 Läufer kamen allein im Zehn-Kilometer-Hauptlauf ins Ziel. Die 860-Seelen-Gemeinde beherbergte vorgestern beim größten Zehn-Kilometer-Rennen in Rheinland-Pfalz doppelt so viele Läufer wie Einwohner. Beim Start ging es zu wie bei großen Stadtmarathons: Die Menschenschlange schien kein Ende zu nehmen. Fünf Minuten dauerte es, bis der letzte Läufer die Startlinie überquert hatte. Da hatte die fünfköpfige Spitzengruppe bereits die Zwei-Kilometer-Marke im Visier. Wilson Kipkoskei Chemweno ließ am deutschen und luxemburgischen Sauerufer nichts anbrennen und sicherte sich in 29:54 Minuten den Bit-Cup-Sieg. Der Bit-Cup-Zweite Markus Krempchen trat nicht an. Knapp zwei Wochen nach seinem neunten Platz bei der Marathon-DM belegte Stefan Groß (Schmelz) hinter dem Franzosen Omar Erdachidi (30:01) in 30:12 Minuten den dritten Platz. Auch der Viertplatzierte Erickson Kimase (Kenia/30:27) blieb unter der alten, 1997 vom Polen Jaroslaw Cichocki aufgestellten Marke. Guido Streit aus Sirzenich und der aus Dockweiler stammende Carlo Schuff (beide Bayer Leverkusen) liefen als Fünfter und Sechster 30:57 und 31:23 Minuten. Schnellster Teilnehmer aus einem Verein des Bezirks Trier war Marc Kowalinski (LGV/10. in 32:55). Die Frauenkonkurrenz dominierte die Tschechin Petra Drajzajtlova mit neuem Streckenrekord von 34:02 Minuten vor ihrer Landsfrau Jana Klimesova (35:30) und der Jugendlichen Michaela Schedler (Marpingen/35:39). Hinter der viertplatzierten Birgit Rau (Euskirchen/35:55) kämpfen Bianca Munkler und Heidi Schneider um den Bit-Cup-Sieg. "Ich habe unterwegs nicht auf die Uhr gesehen, nur kurz bei Kilometer drei und vier", sieht Munkler in der neuen persönlichen Bestzeit von 36:19 Minuten ein Zufallsprodukt. "Bianca war das ganze Jahr so gut", sah dagegen die 45-jährige Schneider im Bit-Cup-Sieg ihrer 13 Jahre jüngeren Mitstreiterin keinen Zufall. Nach ihrem Marathon-Bezirksrekord verpasste die Ralinger Läuferin in 36:24 Minuten ebenso wie Munkler Dorothee Paulmanns Zehn-Kilometer-Bestmarke (36:14) nur knapp. "Die Kapazitätsgrenze ist erreicht", glaubt nicht nur Ursula Schneider aus Leiwen, dass der Deulux-Lauf nun nicht noch mehr Teilnehmer verkraften kann. Manche Besucher nervte die Enge in der für solche Massen nicht ausgelegten Halle. Wegen des Novembertermins, dem der Deulux-Lauf den Status als Saisonabschlussrennen und Bit-Cup-Finale verdankt, verteilen sich die Massen vor und nach dem Rennen nicht wie im Sommer im Freien. |
Warum kommen alljährlich immer mehr Teilnehmer zum DEULUX-Lauf? Auf diese Frage suchen die Organisatoren ebenso wie Kenner der Szene eine befriedigende Antwort. Des Rätsels Lösung könnte in der Freundlichkeit liegen: FRAUENFREUNDLICH: Knapp ein Drittel der Teilnehmer am 10-km-Hauptlauf waren Frauen. Die Quote ist überdurchschnittlich hoch. ANFÄNGERFREUNDLICH: "Es waren sehr viele Läufer da, die man sonst nirgends sieht", glaubt DEULUX-Lauf-Pressesprecher Georg Schmeltzle an eine hohe Attraktivität für Einsteiger. Dafür spricht, dass sich niemand schämen muss jenseits der Ein-Stunden-Marke das Ziel zu erreichen. UMWELTFREUNDLICH: Die Organisatoren des DEULUX-Laufs setzen alle Hebel in Bewegung, um das Parkplatzproblem in den Griff zu bekommen. Dieses Jahr musste erstmals der Fußballplatz als zusätzlicher Parkraum herhalten. Zufrieden können die Lauf-Macher aber vor allen damit sein, dass das Park-and-Ride-Angebot vom Autobahngrenzübergang Wasserbillig dank Ausgabe von Bons endlich angenommen wurde. AUSLÄNDERFREUNDLICH: Läufer aus 15 Nationen beteiligten sich am
DEULUX-Lauf. Besonders nach Luxemburg unterhalten die Langsurer gute Beziehungen. Organisationsleiter Egbert Ries brüstet sich nicht umsonst, dass der Lauf einer der größten Volksläufe Luxemburgs ist.
|
|||