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Läufer, wo man hinschaut: Der Start zum
Volkslauf in Langsur.Foto: Holger Teusch
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Links, rechts,
vorne, hinten - Läufer so weit das Auge reicht. Schier endlos
scheint die bunte Läuferschlange, die sich von Langsur aus dies- und
jenseits der deutsch-luxemburgischen Grenze die Sauer auf und ab
schlängelte. Sechs Jahre nach dem Eintritt in den "Club der 1000er"
schickte sich der Deulux-Lauf an, die nächste Grenze, die
2000er-Marke, einzureißen und scheiterte nur knapp: 1955 Läufer aus
20 Nationen erreichten das Ziel.
In Rheinland-Pfalz und Luxemburg wird man vergebens nach einem
ähnlich beeindruckenden Startszenario suchen. Fünf Minuten dauerte
es, bis auch der Letzte auf der Strecke war. Dank Chip-Zeitmessung,
die für jeden Läufer individuell die Zeit vom Überqueren der Start-
bis zur Ziellinie berechnet, kein Problem. Und bereits eine halbe
Stunde nach Zielschluss lagen alle Ergebnisse vor! Unangenehm könnte
in Langsur nur die Enge werden. "Es war ein bisschen eng, aber die
Stimmung war super", ließen sich wie Romain Garnie aber die
wenigsten Teilnehmer davon beeindrucken. Der Luxemburger feierte
sein Volkslauf-Debüt. "Meine Frau hat sich angemeldet, da habe ich
mir gedacht, was sie kann, kann ich auch. Nächstes Jahr komme ich
wieder", erklärte der Fußballer.
Ähnlich überschwänglich wie Debütant Garnie feierte auch Birgit
Rau. Die 35-Jährige aus Euskirchen verteidigte als Zweite hinter der
Kenianerin Florence Chepsoi, die in 34:44 Minuten den Streckenrekord
um 42 Sekunden verfehlte, die Führung in der Gesamtwertung des
Bit-Läufer-Cups. Der Deulux-Lauf ist traditionell das Finale der
populären Laufserie. "Ich bin glücklich, dass ich zum zweiten Mal
nach 2000 den Bit-Cup gewonnen habe. Vor allem, weil ich eigentlich
gar keine Laufserie mehr machen wollte", sagte Rau. Hinter der
Drittplatzierten Marion Jakobs aus Saarbrücken und W40-Siegerin
Margret Ruppert (Kaiserslautern) belegte Heidi Schneider als
schnellste Läuferin aus dem Bezirk Trier in 37:10 Minuten den
fünften Platz. Auf den letzten zwei Kilometern setzte sich die
Marathon-Bezirksrekordlerin vom FSV Ralingen von Dorothee von Wirth
(TG Konz/37:16) ab. Insgesamt blieben zwölf Frauen unter 40 Minuten.
Das Niveau bei den Männern war bedeutend niedriger. "Alleine
vorne weg zu laufen war schwer", sagte Sieger Peter Chemaoy. Der
Kenianer ließ in 30:37 Minuten den mehrfachen deutschen
100-Kilometer-Meister Rainer Müller aus Weißkirchen über eine Minute
hinter sich. Marc Kowalinski (Gerolsteiner LGV) wurde Dritter. "Das
habe ich mir wohl selbst eingebrockt", sagte der schnellste
Bezirksvertreter. Bis Kilometer acht habe er mit dem Tempo gespielt
und gemerkt, dass er Müller im Griff hatte. Doch dann bescherten die
Tempowechsel "Kowa" Seitenstechen.